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Whistler, 13. März 2009

Ein wenig Pech am Freitag, dem Dreizehnten

In einem der spannendsten Rennen dieser Saison verpasste ZHWin Magdalena Neuner nur um einen Wimpernschlag ihren dritten Weltcupsieg dieses Winters. Mit nur 0,7 Sekunden Rückstand musste sie sich am Ende der Schwedin Helena Jonsson geschlagen geben, lediglich 0,6 Sekunden hinter der Zöllnerin wurde Olga Zaitseva aus Russland Dritte. Trotz der zusätzlich in der Strafrunde absolvierten 150 Meter war die Zöllnerin zufrieden mit ihrer Leistung im kanadischen Whistler und freute sich nicht nur über den zweiten Platz, sondern auch über ihre neu gewonnenen Fans aus der Schule im benachbarten Sqamish.

Magdalena Neuner "Wenn ich im Sprint mit einem Fehler weggehe, bin ich eigentlich ganz zufrieden", meinte die sechsmalige Weltmeisterin nach dem Rennen. Die 22-Jährige räumte aber auch ein, dass sie mit "null Schießfehlern gewonnen hätte", denn beim 7,5 Kilometer Sprint sorgten geradezu optimale Bedingungen für außergewöhnlich gute Schießleistungen der insgesamt 79 gestarteten Biathletinnen. Bei Windstille im Whistler Olympic Park trafen immerhin 18 Starterinnen alle zehn Scheiben. Magdalena Neuner leistete sich zwar einen Schießfehler im Stehendanschlag, doch konnte sie den damit eingehandelten Rückstand gegenüber ihren fehlerfrei schießenden Konkurrentinnen dank der erneut besten Laufzeit wieder wett machen. Einzig Helena Jonsson, die mit der hohen Startnummer 61 ins Rennen gegangen war, konnte die Zeit der Zöllnerin noch unterbieten und freute sich im Ziel nicht nur über ihren vierten Saisonsieg, sondern vor allem über die damit übernommene Führung im Gesamtweltcup.

"Ich bin hier im Stadion gestanden, hab auf die Wand geschaut und natürlich gehofft, dass die Helena nach mir reinkommt. Aber sie war halt einfach besser. Sie hat Null geschossen und man muss im Sprint bei uns Frauen mittlerweile die Null am Schießstand bringen, um ganz vorne zu stehen. Aber ich denk, der zweite Platz heute für mich ist super", kommentierte die Wallgauerin, die mit der relativ frühen Startnummer elf ins Rennen gegangen war. Nach ihren Aussagen hätte aber auch ein späterer Start nichts an ihrem Abschneiden geändert, denn sie hatte "in der letzten Runde, wie auch in den Runden zuvor, läuferisch wirklich alles gegeben."

Offensichtlich fühlt sich Magdalena Neuner nicht nur auf den Strecken rundum wohl am Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2010. "Ich hab mir schon mal ein paar Fans für nächstes Jahr gesichert", scherzte sie gut gelaunt am Rande. "Wir haben gestern eine Schule in Squamish besucht, da gibt es sehr viele Biathlon-Fans. Das waren Kinder so bis zwölf Jahre. Die waren auch heute an der Strecke und haben uns angefeuert und ich hoffe, dass das im nächsten Jahr auch so eine gute Stimmung wird. Squamish ist eine echte Biathlon-Hochburg hier."

Für eine positive Überraschung sorgte ZW Simon Schempp im anschließenden Sprint der Herren. Bei seinem ersten Weltcupeinsatz belegte der erst 20-jährige Nachwuchsbiathlet aus dem Zoll Ski Team einen hervorragenden 17. Platz und wurde damit zweitbester Deutscher hinter Michael Greis. "Ich hätte nie geglaubt, dass das wieder so gut läuft. Ich habe mir noch vorher im Bett gedacht: Wenn du wieder den letzten Schuss daneben schießt, dann passiert was!", lächelte der frisch gebackene Junioren-Vize-Europameister, der sich nun berechtigte Hoffnungen auf weitere Weltcup-Einsätze machen darf.




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