Cortina d'Ampezzo, 24. Januar 2010
Viktoria Rebensburg erstmals auf dem Podest
"Ja, es ist wirklich Wahnsinn. Ich bin brutal gefahren und hätte nie gedacht, dass ich soweit vorne bin nach meinem
Lauf. Ich bin überglücklich, es ist echt unglaublich", so die Worte der mehrfachen Juniorenweltmeisterin im
Fernsehinterview unmittelbar nach dem Rennen. Drei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele hat sich
Viktoria Rebensburg nun endgültig in die
Weltspitze der alpinen Damen gefahren. Couragiert und ohne Angst, so beschreiben Experten den Fahrstil der jungen Deutschen.
Daher sei es auch nur eine Frage der Zeit gewesen, bis sie erstmals aufs Treppchen fährt.
Nach dem ersten Durchgang des heutigen Riesenslaloms noch auf Rang drei gelegen fuhr die Zöllnerin im Finaldurchgang auf der "Olympia delle Tofane" alles andere als auf Nummer sicher. Es hätte dann auch beinahe das Aus für die "extrem am Limit" fahrende Rebensburg bedeutet, als sie "in einer Wanne hängen blieb" und beinahe stürzte. Doch in geradezu artistischer Manier konnte sie den Fehler korrigieren und wurde letztlich Zweite, knapp über eine Sekunde hinter der souverän fahrenden Siegerin Tanja Poutiainen. Mit diesem Ergebnis avanciert die junge Skirennfahrerin aus Tegernsee zu einer weiteren deutschen Medaillenhoffnung für Vancouver und erhält Unterstützung von ihrer Kollegin Maria Riesch: "Sie ist super gefahren, aber eigentlich kann sie noch mehr".
Weltmeisterin Kathrin Hölzl bestätigte als
Dritte des heutigen Tages eindrucksvoll ihre gute Form und holte sich mit diesem Ergebnis das rote Trikot der Führenden
in der Disziplinenwertung zurück. Auch wenn sie sich selbst nicht in der Favoritenrolle sieht, zählt die
25-Jährige zu den heißen Medaillenkandidatinnen. "Bei Olympia spricht immer jeder vom
Favoritensterben, deshalb sag ich immer, ich sei keine Favoritin! Es läuft heuer super gut im Riesenslalom. Ich bin fit,
gesund und gut drauf. Es sind meine ersten Olympischen Spiele, da freu ich mich einfach nur total", so die
Zollhauptwachtmeisterin.
Beim ersten Doppel-Podest der deutsche Damen im Riesenslalom seit 1998 erzielte Maria Riesch in ihrer vermeintlich schwächsten Disziplin als Achte eine weitere Top-Ten-Platzierung und zeigte sich zufrieden mit diesem Ergebnis: "Der erste Lauf war sehr gut, da dieser Hang schon schwieriger ist als der in Maribor. Nach dem Fehler an dem etwas tückisch gesetzten Tor im zweiten Durchgang war ich dann froh, dass sich das noch ausgegangen ist. Insofern geht das Ergebnis schon in Ordnung."




