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Crans Montana, 7. März 2010

Vom Olympia-Stress noch nicht ganz erholt

Im ersten nacholympischen Weltcuprennen der Saison wussten die alpinen Damen aus dem Zoll Ski Team zwar erneut zu überzeugen, ganz erholt vom olympischen Stress waren sie allerdings noch nicht.

Viktoria Rebensburg beim Interview Unter schwierigen äußeren Bedingungen fand gestern der Abfahrtslauf der Damen im Schweizer Crans Montana statt. Nachdem die für Freitag angesetzte Super-Kombination wegen schlechter Witterungsverhältnisse mit viel Neuschnee ersatzlos gestrichen werden musste, konnte tags darauf der Abfahrtslauf wie geplant gestartet werden. Dennoch war der Ausgang des Rennens von den wechselnden Witterungsbedingungen beeinflusst. Viktoria Rebensburg und Maria Riesch reihten sich auf den Plätzen fünf und sechs ein, beide nur um die Winzigkeit von drei Hundertstelsekunden voneinander getrennt.

Eine Achterbahnfahrt der Gefühle bot sich dabei für Maria Riesch. Unmittelbar nach dem Zieleinlauf zeigte sich die Doppelolympiasiegerin - zu dieser Zeit noch auf dem zweiten Platz liegend - überrascht: "Ich hätte nicht gedacht, dass es so gut geht, denn ich war körperlich und auch mental nach Olympia noch etwas müde." Bessere Sichtverhältnisse und aufkommender Rückenwind ermöglichten es dann einigen Fahrerinnen mit hohen Startnummern noch weit nach vorne zu fahren und die Zöllnerin rutschte bis auf den 6. Platz ab. Auch Viktoria Rebensburg, die junge Olympiasiegerin im Riesenslalom, profitierte von ihrer hohen Startnummer 37 und fuhr mit Rang fünf das beste Resultat ihrer Karriere in einer Weltcupabfahrt ein. Der Sieg der in Speed-Disziplinen nahezu unschlagbaren US-Amerikanerin Lindsey Vonn fiel denkbar knapp aus, lag sie im Ziel nur eine Hundertstelsekunde vor der Italienerin Johanna Schnarf. Platz drei sicherte sich Marianne Abderhalben aus der Schweiz.

Maria Riesch beim Interview Beim heutigen Super-G belegte Maria Riesch den achten Platz und war damit die bestplatzierte deutsche Starterin. Zufrieden mit dieser Top-Ten-Platzierung war die Zollhauptwachtmeisterin allerdings nicht, war ihr doch erneut Lindsey Vonn um einige Plätze und damit wichtige Weltcuppunkte voraus. Die US-Amerikanerin belegte hinter der überraschend siegreichen Schweizerin Dominique Gisin Platz zwei. Damit wächst der Rückstand von Maria Riesch im Gesamtweltcup auf 245 Punkte. Das abschließende Weltcupfinale bietet daher wohl nur noch theoretische Chancen für die Doppelolympiasiegerin, auch im Gesamtweltcup ganz nach vorne zu fahren. "Jetzt sieht es ganz schlecht aus. Ich wusste vorher schon, dass die Chance nur sehr klein ist, den Gesamtweltcup noch zu gewinnen. Aber jetzt ist sie noch kleiner geworden", meinte sie nach dem Rennen. Doch ist der Zöllnerin auf der anderen Seite ihr zweiter Platz kaum mehr zu nehmen, beträgt ihr eigener Vorsprung auf die drittplatzierte Schwedin Anja Pärson mehr als 320 Punkte. Gina Stechert, die im gestrigen Abfahrtsrennen leider nicht an ihre starke Leistung von Olympia anknüpfen konnte, fuhr ein kurioses Rennen. Obwohl sie beim Start einen Stock verloren hatte, lag sie am Ende auf dem achtbaren 14. Rang.

Die alpinen Damen reisen nun zum Finale nach Garmisch-Partenkirchen, wo ab Mittwoch die letzten Weltcuprennen dieses olympischen Skiwinters ausgetragen werden. Dabei wird vor allem der Kampf um die kleinen Kristallkugeln in Slalom und Riesenslalom interessant, denn mit Maria Riesch und Kathrin Hölzl gehen zwei Zöllnerinnen als derzeit Führende in die jeweils finalen Rennen. Eine kleine Notiz am Rande: Sechs der unter den Top Ten platzierten Damen in der gestrigen Abfahrt werden auch bei den 57. Internationalen Zollskiwettkämpfen ab 14. März 2010 in Garmisch-Partenkirchen an den Start gehen.




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