Hamburg, 8. März 2010
Lebensmittelschmuggel aus China vereitelt
Die Zollfahnder der Ermittlungsgruppe Hafen trauten ihren Augen kaum, was sie hinter einigen Kartonlagen mit den
angemeldeten Sojabohnen in einem Kühlcontainer entdeckten: ganze rohe Enten mit Kopf, Schnabel, Füßen und
beiliegenden Innereien sowie Hühner und weitere bislang undefinierte Lebensmittel.
Die Produkte sollten an einen chinesischen Empfänger in Budapest geliefert werden. Auch ein zweiter Container, der bereits nach Ungarn geliefert wurde, dem dort aber aufgrund von fehlenden Unterlagen die Eingangsabfertigung versagt wurde, enthielt einfuhrverbotenes Geflügel und Shrimps sowie Fisch und andere Lebensmittelprodukte, die in keiner Weise den vorgeschriebenen Hygienevorschriften bezüglich der Verpackung entsprachen. Der Fisch und die Shrimps waren beispielsweise ohne weitere Umhüllung in Kartons verpackt.
Neben dem Einfuhrverbot für das Geflügel liegt hier auch noch eine Steuerhinterziehung vor, da die angemeldete Tarnladung zwar zollfrei ist, die tatsächlich in dem Container befindlichen Waren jedoch nicht.
Dies zeigt auch eindeutig, dass den Tätern durchaus bewusst gewesen ist, dass sie eine Straftat begehen.
Ob das Geflügel tatsächlich in Ungarn verblieben wäre, ist unklar. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Ware auch in
andere Länder der Europäischen Union geliefert worden wäre.
Der Aufgriff zeigt wie wichtig und erfolgreich die durch die Zollverwaltung durchgeführten Kontrollen des Warenverkehrs sind.
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