München, 16. März 2007
"Rekordmenge" von 1,5 Kilogramm Kokain im Magen
Endstation Flughafen-Zoll für Körperschmuggler
1,5 Kilogramm Kokain entdeckten im Januar 2007 Zöllnerinnen und Zöllner des Flughafens München im Körper eines Drogenkuriers, der von Spanien nach München unterwegs war. Der 20-jährige Student hatte das Rauschgift, verpackt in 102 Behältnissen (sog. Fingerlingen), geschluckt.
Er fiel den Zollbeamten auf, weil er keine schlüssige Erklärung für den Grund seiner Reise angeben konnte. Der Mann wurde zunehmend nervöser und gab schließlich zu, dass er Kokain im Körper versteckt habe. Eine im Krankenhaus durchgeführte Röntgenaufnahme bestätigte die Aussage des 20-Jährigen. Im Laufe des Tages schied er 102 mit Kokain gefüllte Behältnisse aus. Insgesamt wurden 1,5 Kilogramm Kokain sichergestellt. Das ist nach den Erkenntnissen des Zolls selbst für trainierte "Schlucker" eine rekordverdächtige Menge.
Die mit Kautschuk überzogenen Fingerlinge stellten allerdings für den Drogenkurier selbst eine todbringende Gefahr dar. Öffnet sich nur ein einziges Behältnis im Magen oder Darm, führt dies in kurzer Zeit zu Organversagen. Der Mann sitzt in Untersuchungshaft.
Die weiteren Ermittlungen hat das Zollfahndungsamt München übernommen.
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