Dresden, 23. Juli 2010
Zollfahndung hebt Cannabis-Plantagen aus
Dabei stießen die Beamten auf zwei Cannabis-Plantagen:
In der einen Plantage in Erfurt fanden sie frisch abgeerntete, zum Trocknen ausgelegte Cannabispflanzen
vor. Nach ersten Erkenntnissen hatte die Ernte der etwa 800 Pflanzen erst am Wochenende stattgefunden.
Es wurden rund 35 Kilogramm Marihuana-Dolden und 50 Kilogramm Blattwerk
sichergestellt.
Die zweite Plantage in Stadtilm war zum Zeitpunkt der Durchsuchung nicht in Betrieb. Die Räumlichkeiten
waren aber mit allem notwendigen Equipment zur Aufzucht von Cannabis-Pflanzen,
insondere der erforderlichen Spezialbeleuchtung, ausgestattet.
Außerdem wurden in dem Objekt 41.000 Euro aufgefunden, die mutmaßlich aus dem Handel mit den
Betäubungsmitteln stammen.
In der Garage eines der Tatverdächtigen stellten die Zollfahnder zudem 30 Kilogramm in Plastiksäcke
verpackte Marihuana-Dolden sicher.
Gegen fünf der vorläufig festgenommenen Personen, die mutmaßlich unmittelbar in den Betrieb der
Plantagen und den Verkauf der dort gewonnenen Betäubungsmittel involviert waren, erging am
22. Juli 2010 Haftbefehl.
Es handelt sich um vier vietnamesische und einen deutschen Staatsangehörigen im Alter zwischen
25 und 56 Jahren.
Bei der ausgesprochen aufwändigen und zeitintensiven Beweissicherung in den beiden Plantagen und bei deren Abbau wurden die Beamten des Zollfahndungsamts Dresden von zahlreichen Kräften der Thüringer Polizei, des Landeskriminalamts Sachsen, des Technischen Hilfswerks und des Hauptzollamts Erfurt unterstützt.
Die sichergestellten Betäubungsmittel haben einen Straßenverkaufswert von rund 500.000 Euro.
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