Koblenz, 27. Juli 2010
Bier mit "Speed"
Zwei 20-jährige Deutsche fielen vergangene Woche einer Zollstreife auf der Autobahn 60
in der Nähe der belgischen Grenze in die Hände, die bei den angehenden Studenten über ein Kilogramm Amphetamin
entdeckten.
Die Beamten kontrollierten nicht nur die beiden Reisenden, sondern durchsuchten auch deren Pkw. Hier entdeckten die Koblenzer Zöllner in einer Kiste eine neue Zapfanlage, der noch eine Cellophantüte mit weißem Pulver beigefügt war. Insgesamt über ein Kilogramm Amphetamin stellten die Beamten sicher.
Die beiden Reisenden wurden wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz vorläufig festgenommen und
Beamten des Zollfahndungsamts Frankfurt - Dienstsitz Kaiserslautern - übergeben, das auch die
weiteren Ermittlungen übernahm.
Die Staatsanwaltschaft Trier hat inzwischen Haftbefehl beantragt und der zuständige Amtsrichter ordnete
Untersuchungshaft für einen der beiden Männer an.
Im Zuge der weiteren Ermittlungen erfolgte sogar noch eine weitere Festnahme.
Insgesamt gelang den Beamten damit ein durchaus bemerkenswerter Aufgriff, denn der Straßenverkaufspreis
dieser Menge Amphetamin liegt bei rund 10.000 Euro.
Zusatzinformation
Bei Amphetamin handelt es sich um ein Rauschgift, das in Form von weißem Pulver, Pillen oder Kapseln angeboten
wird und unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Aufgrund seiner physischen und psychischen Wirkung gilt es
als stark suchtfördernd. Der Konsum führt zur Verringerung des Schlafbedürfnisses, zum Gefühl erhöhter Leistungsfähigkeit
und Unbeschwertheit. Gelegentlich können auch verstärkt Aggressionen und erhöhte, unkontrollierte Gewaltbereitschaft auftreten.
Im Straßenhandel werden für ein Gramm dieses Rauschgifts derzeit zwischen sieben und zehn Euro verlangt.
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