Essen, 26. Juli 2010
Litauische Schmugglerbande festgenommen
Die Kölner Zollfahndung hatte die Bande schon längere Zeit im Visier. Sie stand im Verdacht, große Mengen
Zigaretten aus Litauen nach Deutschland zu schmuggeln.
Die aufwändigen Ermittlungen führten die Zollfahnder letztendlich zu einer Lagerhalle, die sich in einem Industriegebiet in Appelhülsen befand.
Durch intensive Überwachungsmaßnahmen stellten sie bald fest, dass diese Halle tatsächlich als Umschlagplatz für den illegalen Zigarettenhandel genutzt wurde.
Am 15. Juli 2010 war es dann soweit, eine neue Lieferung stand bevor. 25 Zollfahnder postierten sich unbemerkt im Umfeld des Lagers. Nach einiger Zeit fuhr ein verdächtiger litauischer Lkw auf das Gelände. Noch während seiner Entladung schlugen die Fahnder zu.
Unter einer Tarnladung versteckt kamen so über 3,3 Millionen Zigaretten zum Vorschein. Beim überwiegenden Teil der illegalen Fracht handelte es ich um Zigaretten der Marke "Jin Ling". Diese wird vorwiegend in der russischen Enklave Kaliningrad produziert und ist in Deutschland nicht legal zu erwerben.
Die mutmaßlichen Initiatoren des illegalen Geschäfts, zwei 28- und 42-jährige Litauer, die sich bereits seit einiger Zeit in Appelhülsen aufhielten, sowie der 32-jährige litauische Lkw-Fahrer und sein 26-jähriger Helfer wurden vorläufig festgenommen.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster ergingen gegen die vier Männer Haftbefehle.
Aufgrund von in der Halle gefundenen Indizien gehen die Kölner Fahnder davon aus, dass die Bande bereits mehrere Schmuggeltouren durchgeführt hat. Dazu werden weitere Beweise im In- und Ausland erhoben. Die litauischen Behörden sind deshalb bereits eingeschaltet worden.
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