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Zoll online > Pressemitteilungen > Zigaretten > Archiv 2010 > Die Rechnung ohne den Zoll gemacht

Berlin, 27. Juli 2010

Die Rechnung ohne den Zoll gemacht

8-köpfige Bande von Zigarettenschmugglern gesprengt;
3 Täter in Untersuchungshaft;
700.000 Schmuggelzigaretten, mehrere Schusswaffen und Bargelder sichergestellt

Waffen und Bargeld Bereits am 22. Juli 2010 gegen 14:00 Uhr beendete ein Großaufgebot von Zollfahndern das kriminelle Treiben einer Zigarettenschmugglerbande. Dabei konnten die 3 mutmaßlichen Drahtzieher und Haupttäter einer 8-köpfigen Zigarettenschmugglerbande mit Unterstützung des Brandenburger Spezialeinsatzkommandos (SEK) in Seelow und Berlin-Vogelsdorf verhaftet werden.

Unter der Leitung der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) durchsuchten die Fahnder insgesamt 8 Wohnungen und eine Lagerhalle in den Brandenburger Ortschaften Vierlinden, Müncheberg, Seelow und Berlin. Bei den Durchsuchungen konnte umfangreiches Beweismaterial sichergestellt werden. Unter anderem wurden über 20.000 Euro Bargeld, das aus den Zigarettenverkäufen der Bande stammen dürfte, 2 Pkws gleichen Wertes, mehrere Waffen, darunter 1 Revolver und 1 Pistole, 100 Schuss Munition und 52 Abzeichen mit nazistischem Hintergrund beschlagnahmt.

Bereits seit Mitte 2008 ermittelte zunächst das Zollfahndungsamt Dresden und ab Ende 2009 das Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) gegen die kriminelle Gruppierung. Die mutmaßlichen Organisatoren, bei denen es sich um einen 48-jährigen Deutschen aserbaidschanischer Herkunft, einen 58-jährigen Libanesen und einen 22-jährigen Deutschen kasachischer Herkunft handelt, verkauften ihre zuvor aus Polen eingeschmuggelten Zigaretten vornehmlich an vietnamesische Zigarettenhändler in Berlin, Leipzig und Brandenburg.

Auch durch mehrere zwischenzeitlich erfolgte Festnahmen der von der Bande eingesetzten Kurierfahrer, bei denen insgesamt mehr als 700.000 unverzollte/unversteuerte Zigaretten in den letzten zwei Jahren sichergestellt werden konnten, tat den kriminellen Aktivitäten der Bande bis zu ihrer Verhaftung am 22. Juli 2010 keinen Abbruch.

Die Beschuldigten sehen sich nun einem Steuerstrafverfahren ausgesetzt, in dem ihnen der Schmuggel von annähernd 10 Millionen Zigaretten angelastet werden wird. Ermittlungsverfahren wegen illegalen Waffenbesitzes wurden eingeleitet. Eine Prüfung auf die Strafbarkeit festgestellter Nazizeichen und Symbole wird in den nächsten Tagen erfolgen.

Der durch den Einfuhrschmuggel entstandene Steuerschaden dürfte sich auf etwa 1,8 Millionen Euro belaufen. Bei einer Verurteilung müssen die Beschuldigten mit Haftstrafen zwischen 6 Monaten und 10 Jahren rechnen.

Herausgeber:
Zollfahndungsamt Berlin-Brandenburg
Columbiadamm 7
10965 Berlin

Kontakt:
Norbert Scheithauer
Tel.: 030/69583-523
Fax: 030/69583-569
E-MailPresse@zfab.bfinv.de




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