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Produktpiaterie
Zoll online > Zoll und Steuern > Verbote und Beschränkungen > Gewerblicher Rechtsschutz > Marken- und Produktpiraterie

Bekämpfung der Marken- und Produktpiraterie

Warum ist die Bekämpfung der Marken- und Produktpiraterie so wichtig?

Ein Markenhersteller versucht immer, mit seinem Produkt den Nerv der Zeit zu treffen. Das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt auf dem Markt zu präsentieren, ist für ihn von existenzieller Bedeutung.

Dazu gehört auch, die Bedürfnisse des Kunden zu erkennen und ihn zufrieden zu stellen. Kurz gesagt, "trendy" zu sein, ist in der heutigen Zeit eine wichtige Eigenschaft, um sich auf dem Markt zu behaupten.

Nicht jeder erreicht dieses Ziel. Es kostet viel Energie und vor allem Geld. Nicht immer wird dieser Einsatz entsprechend belohnt.

Was sich für den Markenhersteller oftmals als besonders schwieriges Unterfangen herausstellt, scheint für einen Fälscher kein besonderes Problem zu sein. Der Plagiator oder Fälscher hat offenbar immer das nötige Fingerspitzengefühl für Strömungen auf dem Markt. Dies ist allerdings nicht verwunderlich. Schafft er doch keine eigenen Trends, sondern tut das, was er am besten kann: Kopieren. Es birgt kaum Risiken, spart viel Energie und vor allem Geld.

Marken- und Produktpiraterie

Markenpiraterie ist das illegale Verwenden von Zeichen, Namen, Logos (Marken) und geschäftlichen Bezeichnungen, die von den Markenherstellern zur Kennzeichnung ihrer Produkte im Handel eingesetzt werden.

Produktpiraterie ist das verbotene Nachahmen und Vervielfältigen von Waren, für die die rechtmäßigen Hersteller Erfindungsrechte, Designrechte und Verfahrensrechte besitzen. Der Marken- und Produktpirat übernimmt unerlaubt das technische Wissen, das sich ein Unternehmen in langjähriger und mühevoller Arbeit und unter Einsatz enormer finanzieller Mittel erworben hat, um es für seine Produkte zu nutzen. Er verwendet die Bekanntheit einer Marke, die ein Markenhersteller aufgrund seiner Qualitätsprodukte erlangt hat, um den Verbraucher über die tatsächliche Herkunft der Ware und Qualität zu täuschen.

Für den Rechtsinhaber bedeutet dies, rechtzeitig zu reagieren und sich mit allen Möglichkeiten zu schützen.

Verursachter Schaden der Marken- und Produktpiraterie

Während die Zollverwaltung in den Jahren 1988 bis 1994 in circa 1.000 Fällen beschlagnahmte, wurden alleine in den Jahren 2005 bis 2007 24.133 Aufgriffe verzeichnet.
Die Aufgriffszahlen sind seit den letzten Jahren auf konstant hohem Niveau.

Arbeitsplätze

Der finanzielle Verlust, der den Unternehmen durch die Fälschungen entsteht, sowie der finanzielle Einsatz zur Bekämpfung der Produktpiraten führen zwangsläufig zu Einsparungen. Nach Einschätzung der Wirtschaftsverbände gehen dadurch in der EU und der Bundesrepublik Deutschland zahlreiche Arbeitsplätze verloren.

Produktsicherheit

In immer stärkerem Maße sind die Sicherheitsbereiche in der Automobil- und Flugzeugbranche betroffen. Gefälschte Bremsbeläge oder Sicherheitsventile sind keine Ausnahme. Auch im Arzneimittelbereich kann ein fehlender Wirkstoff fatale Folgen auslösen.

Verbraucher

Im Fanartikelbereich unterscheidet sich der Preis der Fälschung kaum noch von dem des Originals. Auch eine billige Fälschung ist aber nicht das wenige Geld wert, das für sie gezahlt wird.

Das Grenzbeschlagnahmeverfahren

Die Zollbehörde bietet mit ihrem Grenzbeschlagnahmeverfahren den Schutzrechtsinhabern ein wirkungsvolles Instrument, den Fälschern entgegenzutreten. Mit Hilfe des Grenzbeschlagnahmeverfahrens kann verhindert werden, dass die gefälschten Artikel, die überwiegend aus dem Ausland kommen, in den Einzelhandel gelangen und den Verbrauchern angeboten werden.




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