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Zoll online > Zoll und Steuern > Zölle > Freizonen und Freilager > Freihafen Hamburg > Änderungen zum 01.01.2003

Der Zoll geht, das neue Jahr kommt

In der Silvesternacht, am 01. Januar 2003, um 00:00 Uhr, wird im nördlichen Bereich des Hamburger Freihafens ein etwa 5 km langer Teil der Zollgrenze seine Bedeutung verlieren und durch eine neue Begrenzung der Freizone - etwas südlich - ersetzt.

Kornhausbrücke Der Freihafenstatus dieses Gebietes (etwa 96 ha) geht damit verloren und die gesamte historische Speicherstadt, die großen Stau- und Lagerflächen an den alten Kaianlagen am Sandtorhafen, Grasbrookhafen, Brooktorhafen, Magdeburger Hafen und Baakenhafen (hier jedoch nur die Flächen der ehemaligen Schuppen 22, 23 und 24 am Versmannkai) werden wieder Steuergebiet der Bundesrepublik Deutschland.

Die Speicherstadt diente, unterstützt durch den Freihafenstatus, vor allem dem Seegüterumschlag und der Lagerung von Stückgütern. Mit dem Rückgang der Umschlagszahlen für klassische Stückgüter und der Verlagerung auf den Containertransport zeichnete sich ein veränderter Nutzungsbedarf für diese Flächen ab.

Dem trug der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg mit seiner Entscheidung vom 27. Mai 1997, den Bereich der HafenCity städtebauliche neu zu ordnen, Rechnung. Die Stadtteile Hamburg Altstadt (Ortsteil 103) und Klostertor (Ortsteil 116) sollen in Zukunft von einer metropolen Mischung aus Wohnen, Kultur, Freizeit, Tourismus, Handel und Gewerbe geprägt sein.

So wird nun am 01. Januar 2003, um 00:00 Uhr die Freizonengrenze zunächst in die Norderelbe und den Baakenhafen verlegt werden. Am Ende des Baakenhafens schwenkt die Grenze an Land, überquert die Versmannstraße und knüpft wieder an den bisherigen Grenzverlauf (im Bogen über die Norderelbbrücke nach Süden) an.

Die bislang in dem betroffenen Gebiet ansässigen Firmen wurden bereits im Vorwege über die bevorstehenden Veränderungen informiert. Daher sind etwa 150 neue Zolllager schon vor Inkrafttreten der Verlagerung der Freizonengrenze bei dem zuständigen Hauptzollamt Hamburg-Stadt beantragt, dort geprüft und bewilligt worden.

Zum gleichen Zeitpunkt werden die - sonst um diese Tageszeit geschlossenen - Tore an den Zolldurchlässen "Kornhausbrücke" und "Brooksbrücke" ein letztes Mal und nunmehr für immer geöffnet werden. Der wegen Sielbauarbeiten noch geschlossene Straßenzug am ehemaligen Zolldurchlass "Sandtorkai" wird in den ersten Wochen des neuen Jahres wieder für den Verkehr geöffnet werden.
Am Zolldurchlass "Brooktorkai" werden die Zollbeamten um Mitternacht ihre Dienststelle schließen. Die direkt benachbarte Zollstelle von Brooktorkai wurde bereits am 13. Dezember 2002 geräumt und geschlossen.
Die Beamten am neuen Zolldurchlass an der "Versmannstraße 7" nehmen ihre Kontrollen um Mitternacht auf.

Zollbeamte der Kontrolleinheit Verkehrswege und des Zollkommissariates Freihafen werden aber weiterhin Personen und Fahrzeuge auf den zollredlichen Besitz der mitgeführten Waren überprüfen.




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