Zoll stellt 180.000 unversteuerte Zigaretten sicher
Fahrer bereits verurteilt
Zöllner des Hauptzollamts Erfurt stellten in der Nacht auf den 25. Januar 2012 am Hermsdorfer Kreuz 180.000 Schmuggelzigaretten sicher. Die Zigaretten mit russischen Steuerzeichen waren in Plastiktüten im rechten Palettenkasten eines litauischen Lkws versteckt.
Entdeckt haben die Zöllner die Zigaretten mithilfe einer teilmobilen Röntgenkontrollanlage. Beim Durchleuchten des Aufliegers stellten sie Unregelmäßigkeiten im Unterbau fest. Daraufhin kontrollierten sie das Fahrzeug intensiver und fanden die Zigaretten. Der verhinderte Steuerschaden beläuft sich auf rund 36.000 Euro.
Die Zigaretten wurden beschlagnahmt und werden später vernichtet.
Der Fahrer, ein 50-jähriger litauischer Staatsangehöriger, war aus Litauen kommend in Fahrtrichtung München unterwegs, als die Zöllner ihn aus dem Verkehr herauszogen. Vor Ort leitete das Zollfahndungsamt Dresden gegen den Fahrer ein Steuerstrafverfahren wegen Verdachts der Steuerhinterziehung ein und übernahm die weiteren Ermittlungen.
Bereits am nächsten Tag erhob die Staatsanwaltschaft Gera gegen den 50-jährigen Litauer in einem beschleunigten Verfahren Anklage beim zuständigen Amtsgericht. Das Amtsgericht Gera verurteilte ihn wegen Steuerhinterziehung und gewerbsmäßiger Steuerhehlerei zu einer Freiheitsstrafe von zehn Monaten. Die Vollstreckung der Freiheitsstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Die Entscheidung ist rechtskräftig.
