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Gastronom zu Haft- und Geldstrafe verurteilt

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Zoll beendet "lukratives Geschäftsmodell"

Ein 59-jähriger selbstständiger Gastronom aus dem Hegau wurde jetzt vom Amtsgericht Radolfzell wegen Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelt zu einer Freiheitsstrafe von 15 Monaten verurteilt. Die Freiheitsstrafe wurde zur Bewährung auf drei Jahre ausgesetzt.
Zusätzlich verhängte das Hauptzollamt Singen wegen zahlreicher Verstöße gegen geltende Arbeitsgenehmigungsvorschriften gegen den Mann ein Bußgeld über 50.000 Euro.

Wie die Zöllner der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Hauptzollamts Singen ermittelten, hat der 59-Jährige über mehrere Jahre hinweg gegenüber dem Finanzamt und den Sozialkassen wahrheitswidrige Angaben bezüglich der tatsächlich an seine Beschäftigten gezahlten Löhne gemacht.

Zu diesem Zweck wurden die zu Saisonzeiten bis zu 19 Beschäftigten seiner zwei Gastronomiebetriebe entweder als geringfügig oder kurzzeitig Beschäftigte den Einzugsstellen gemeldet. Entgegen dieser Anmeldung waren jedoch alle vollzeitbeschäftigt. Die Lohndifferenz zwischen angeblicher und tatsächlich geleisteter Arbeitszeit wurde dann schwarz ausbezahlt.
Zur Aufklärung des Falls hat im Übrigen die sehr akribisch geführte doppelte Buchhaltung des Gastronomen nicht unmaßgeblich beigetragen.

Der Schaden für die Sozialkassen beträgt rund 215.000 Euro. Dem Finanzamt wurden Lohnsteuern in Höhe von 40.000 Euro vorenthalten.

Der Gastronom hat nun nicht nur das Bußgeld zu bezahlen, auch die noch ausstehenden Sozialversicherungsbeiträge werden von ihm nachgefordert.

Das Urteil ist mittlerweile rechtskräftig.

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Michael Hauck

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Hauptzollamt Singen
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