Zoll stoppt Drogengroßhandel
Dortmunder Zollbeamte stellen Drogenkuriere auf der Autobahn 2
Eine mobile Kontrolleinheit des Hauptzollamts Dortmund war am 23. Januar 2012 das zweite Mal innerhalb einer Woche erfolgreich gegen den Drogenschmuggel unterwegs. Die Zollbeamten kontrollierten gegen 19:00 Uhr einen russischen Pkw, den sie zuvor an der Anschlussstelle Oelde auf der Autobahn 2 in Fahrtrichtung Hannover aus dem fließenden Verkehr gezogen hatten.
Die beiden Insassen, zwei russische Staatsangehörige im Alter von 35 und 38 Jahren, wiesen sich ordnungsgemäß mit ihren Reisepässen aus.
Bezüglich ihrer Reiseroute waren sich die beiden Männer, die getrennt befragt wurden, dann jedoch nicht einig. Daraufhin beschlossen die Zollbeamten, sich das Fahrzeug genauer anzusehen. Und mit ihrer Vermutung, dass etwas mit dem Pkw nicht stimmt, lagen sie goldrichtig.
Bei der Kontrolle des Innenraums stellten sie fest, dass die hintere Sitzbank locker war. In einer nahegelegenen Werkstatt blickten die Zöllner nach Ausbau der Fondsitze auf den Lohn ihrer Arbeit. Aus einem Hohlraum, in den nachträglich eine "Luke" eingebaut wurde, und aus den Verkleidungen der Heckklappe wurden knapp 30 Kilogramm Drogen ans Tageslicht befördert.
"20 Kilogramm Haschisch, neun Kilogramm Marihuana und 66 Gramm Crystal-Speed mit einem Straßenverkaufswert von etwa 250.000 Euro konnten beschlagnahmt und somit dem Drogenschmuggel ein empfindlicher Schlag versetzt werden", sagte Uwe Jungesblut, Sprecher des Hauptzollamts Dortmund.
Die Beschuldigten wurden noch vor Ort vorläufig festgenommen und in Polizeigewahrsam nach Hamm verbracht.
Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Münster wurde durch das Amtsgericht Beckum Haftbefehl erlassen. Die Männer erwartet ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz nebst einer mehrjährigen Haftstrafe. Sie sitzen derzeit in Untersuchungshaft.
Die weiteren Ermittlungen führt das Zollfahndungsamt Essen - Dienstsitz Nordhorn.
