Zollfahnder heben Anabolika-Untergrundlabor aus
Drei Personen festgenommen; Bande zerschlagen; Hauptbeschuldigter wegen gleichen Delikts bereits Anfang 2011 verurteilt;
Anabolikapräparate und Grundwirkstoffe im zweistelligen Kilogrammbereich sichergestellt
In der Nacht vom 8. auf den 9. Dezember 2011 haben Beamte der Zollfahndung Frankfurt am Main ein Anabolika-Untergrundlabor in Bad Kreuznach ausgehoben, eine Bande von Anabolikahändlern zerschlagen und drei Personen vorläufig festgenommen. Neben den Laborutensilien stellten die Fahnder versandfertige Anabolikaprodukte sowie größere Mengen Grundwirkstoffe zur Herstellung von Anabolika sicher.
Der Hauptbeschuldigte, ein Deutscher, wurde Anfang dieses Jahres bereits wegen des gleichen Delikts vom Amtsgericht Frankfurt am Main zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. Die beiden anderen Bandenmitglieder stammen aus Oberursel und Bad Homburg. Der Hauptbeschuldigte wird heute im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main dem Haftrichter vorgeführt.
Bereits im September 2007 war der Hauptverdächtige von Ermittlern der Frankfurter Zollfahndung im Rahmen einer weltweiten Aktion gegen den internationalen Handel von Dopingpräparaten verhaftet und sein illegal betriebenes Labor entdeckt worden.
"Die neuerliche Festnahme des Anabolikahändlers und Laborbetreibers zeigt deutlich, dass die illegale Herstellung und der Handel mit Dopingpräparaten ein äußerst lukratives Geschäft ist. Die Gewinnmargen von bis zu 1.000 Prozent lassen jegliche Skrupel offensichtlich vergessen", so Hans-Jürgen Schmidt, Sprecher der Frankfurter Zollfahndung.
