Zollkontrollen auf der "Christmasworld" und "Paperworld"
Das Hauptzollamt Darmstadt stellte auf den Fachbesuchermessen Christmasworld und Paperworld 1.323 mutmaßliche Fälschungen markengeschützter Produkte sicher.
Zöllnerinnen und Zöllner des Hauptzollamts Darmstadt haben an den heute zu Ende gehenden Messen Paperworld und Christmasworld insgesamt 1.323 Artikel sichergestellt, die unter dem Verdacht der Produktfälschung stehen.
"Wir haben 1.091 Stände kontrolliert und wurden an 66 fündig", so Kirsten Jung, Sprecherin des Hauptzollamts Darmstadt. "Das sind 13 Stände mehr, als im vergangenen Jahr. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir jedoch wesentlich weniger Artikel aus dem Verkehr gezogen. Die Anbieter hatten von jeder Fälschung geringere Stückzahlen an ihrem Stand."
2010 fanden die Zöllner auf den beiden Fachmessen 5.909 Fälschungen an 53 Ständen. Sie kontrollierten damals 824 Anbieter.
"In diesem Jahr gab es allerdings 17 Stände, die zum wiederholten Mal mutmaßliche Fälschungen anboten", so Jung. Die betroffenen Firmen mussten vor Ort Sicherheitsleistungen für zu erwartende Gerichtskosten und Strafen erbringen. Somit kassierte der Zoll an diesen 17 Ständen insgesamt 36.000 Euro. "Ein dreister Aussteller hatte sogar zum sechsten Mal Fälschungen in seinem Angebot", so Kirsten Jung. Er musste 7.500 Euro an die Staatskasse zahlen.
Die sichergestellten Büroartikel, insbesondere Stifte, Spitzer, Notizbücher, Scheren und Weihnachtsbeleuchtung stammen zu über 85 Prozent aus China, der Rest aus Indien, Pakistan und Taiwan.
Ein Standinhaber packte seine komplette angebotene Ware ein und versteckte sie unter Decken hinter dem Standtresen, als er die Zöllnerinnen und Zöllner kommen sah. Dabei hatte er nichts zu befürchten, denn bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass er keine Fälschungen dabei hatte.
Ein weiterer Standinhaber beteuerte den Zöllnern, die in seinem Stand gefundenen gefälschten Bleistifte gehörten zum Nachbarstand. Die Beamtinnen und Beamten konnten dem Verkäufer jedoch schnell beweisen, dass es sich um seine Ware handelte. Die Stifte waren in allen Produktkatalogen abgebildet, die sich im Stand befanden.
Vertreter der betroffenen Firmen (Schutzrechtsinhaber) waren bei der Kontrolle mit von der Partie und überprüften vor Ort verdächtige Waren auf ihre Echtheit. In drei Gruppen aufgeteilt waren Vertreter von 15 Firmen und über 30 Zöllner drei Tage lang unterwegs. Unterstützt wurden sie von der Messe Frankfurt.
"Seit sechs Jahren kontrollieren wir intensiv die Produkte auf den Ständen der Paperworld", so Kirsten Jung. "Um zu verhindern, dass die Fälschungen auf der Messe bestellt werden können und später in den Handel kommen, nehmen wir auch Kataloge und Werbeposter der Plagiate mit.
"Parallel dazu unterstützt die Messe Frankfurt die Aussteller und Schutzrechtsinhaber bei der Sicherung und Wahrung ihrer Rechte durch die Initiative "Messe Frankfurt against Copying".
Die sichergestellten Artikel werden vernichtet.
