Mutmaßliche Markenpiraten aufgespürt
Nach Durchsuchungen in Berlin und Brandenburg umfangreiches Beweismittel sichergestellt
Ausgangspunkt der von Staatsanwaltschaft und Zollfahndung geführten Ermittlungen war die Feststellung einer Großsendung gefälschter Markenartikel durch Hamburger Zöllner, die einen aus China kommenden Seecontainer im Oktober 2009 überprüften. Dabei fanden die Zollbeamten auf mehreren Paletten Kartons mit über 5.700 Einzelposten, darunter nachgemachte Handyschalen und Handyzubehörteile (Headsets, Freisprecheinrichtungen) marktführender Handyproduzenten sowie umfangreiches Kinderspielzeug. Empfänger der Sendungen waren zwei in Berlin lebende 32- und 38-jährige türkische Staatsangehörige.
Nach mehrmonatigen Ermittlungen durchsuchten am 21. Juli 2010 im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin 24 Zollfahnder zeitgleich zwei Wohnungen in Berlin-Schöneberg und Moabit, ein Ladengeschäft am Stuttgarter Platz in Berlin-Wilmersdorf sowie ein Warenlager in Velten, nördlich von Berlin, nach weiteren Beweismitteln.
Mehrere Kartons sogenannter "Elektroschocker" mit den Bezeichnungen "Big-Power High-Voltage" und "Extra High-Voltage", über 50 als Trockenrasierer getarnte Elektroschockgeräte, 211 Packungen gefälschte Potenzpillen "Viagra", gefälschter Modeschmuck, Spielzeug, weitere Handyzubehörteile und Gehäuseschalen in erheblichem Umfang konnten bei dem Großeinsatz beschlagnahmt werden.
