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Miriam Gössner stürzt bei ihrem Olympiaauftakt

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Gleich im ersten olympischen Langlaufwettbewerb der Damen stürzte Nachwuchsbiathletin Miriam Gössner und musste sich im Rennen über zehn Kilometer in der freien Technik mit Platz 21 begnügen.

Miriam Gössner völlig erschöpft im Ziel

"Wir müssen realistisch sein, in diesem Rennen ging es für uns nicht um die Medaillen. So gesehen dürfen wir nicht unzufrieden sein, obwohl wir unser Ziel Top Ten knapp verpasst haben", kommentierte Bundestrainer Jochen Behle das Abschneiden seiner vier deutschen Starterinnen. Für Miriam Gössner war das vom Chefcoach ausgegebene Ziel eigentlich schon zum Greifen nah, wäre ihr nicht in der zweiten Hälfte des Rennens auf einer der vielen kurvenreichen Abfahrten ein Missgeschick passiert. Die Zöllnerin verhakte sich mit den Schnallen ihrer Schuhe, verlor das Gleichgewicht und kam unsanft zu Fall. Auf der an sich eher weichen und tiefen Strecke stürzte sie dabei mit der Schulter ausgerechnet auf eine Eisplatte.

"Es tut höllisch weh! Ich konnte keinen Schritt mehr ohne Schmerzen tun", sagte die 19-jährige Juniorenweltmeisterin sichtlich schwer enttäuscht. Ehe sie sich nach ihrem Sturz wieder aufrappeln und das Rennen fortsetzen konnte, verstrichen wertvolle Sekunden, die ihr in der Endabrechnung für die angestrebte Top-Ten-Platzierung fehlten. Es siegte die Schwedin Charlotte Kalla vor Kristina Smigun-Vähi aus Estland. Bronze ging an die im Gesamtweltcup Führende Marit Bjoergen aus Norwegen, die sich bereits im Vorfeld kritisch über den Kurs äußerte: "Die Strecke ist nichts für Olympia. Sie hat zu viele Kurven und gefährliche Abfahrten."

Nach einer ersten ärztlichen Diagnose können zwar schlimmere Verletzungen ausgeschlossen werden, dennoch könnten für Miriam Gössner die Olympischen Spiele vorbei sein, ehe sie richtig angefangen haben. "Wirklich sehr schade, dass mir dass ausgerechnet bei Olympia passiert ist. Da hier nur wenige Wettkämpfe in der freien Technik ausgetragen werden, sind meine weiteren Einsätze nun sehr fraglich. Ich weiß nicht, ob ich nach meinem heutigen Ergebnis in der Staffel oder im Teamsprint laufen darf. Ohne diesen Sturz wäre heute sicherlich mehr drin gewesen", meinte die laufstarke Zolloberwachtmeisterin. Bei der Nordischen Ski-WM 2009 im tschechischen Liberec hatte die bei Bernhard Kröll trainierende Biathletin die deutsche Langlauf-Staffel zur Silbermedaille geführt. Voller Tatendrang hofft sie daher trotz des heutigen Malheurs auf einen weiteren Einsatz durch den Bundestrainer.

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